Unser Börnerland - Das kleine Dorf im Norden Hamburgs

Die Siedlung wurde 1920, kurz nach dem 1. Weltkrieg vom Architekten Fritz Schumacher als erster sozialer Wohnungsbau mit sehr einfachen Mitteln geplant und erbaut. In den ca 670 Reihe- und Doppelhaushälften sollten Familien mit ihren Kindern ein Zuhause finden und als Selbstversorger in den großen Gärten Obst und Gemüse anbauen sowie Kleintieren halten können.

Quelle: NDR Doku | Youtube Einbettung

Die Börner

Die Bewohner der Siedlung nennen sich selbst "Börner".
Der Ursprung kommt von den vorherigen Bauern die die fruchtbaren Wiesen auf denen die Siedlung errichtet wurde als "Lebensborn" (Lebensquelle) bezeichneten.

 

Noch heute halten die „Börner“ (Mieter der Genossenschaft) ihre Häuser mit viel Liebe zum Detail instand und erschaffen mit ganz viel Kreativität und Eigenleistungen richtige Schmuckstücke. So einheitlich die Häuser, die im übrigen unter Denkmalschutz stehen, von Außen auch aussehen, von innen gleicht kein Haus dem Anderen. Jeder Mieter kann sich sein Häuschen von innen nach individuellen Bedürfnissen gestalten. Und auch die bis zu 600 m² großen Gärten können und werden nach individuellen Bedürfnissen gestaltet.

So wird auch heute noch in vielen Gärten Gemüse und Obst angebaut und auch Kleintiere sind weiterhin gerne willkommen. Hunde, Katzen, Kaninchen oder Hühner sogar Hobby-Imker findet man in der Siedlung die noch echten Langenhorner Honig herstellen. Andere Gärten sind mit ihren Blumen und Teichen eine wahre Pracht und auch die kleinen„Börner“ finden hier ein reines Spielparadies. Jeder gestaltet hier so wie er will und kann um sich das Leben ein wenig lebenswerter zu gestalten. In der heute doch sehr hektischen Zeit, hat man hier die Möglichkeit, in den Gärten ein bisschen Energie zu tanken und z.B. durch regelmäßiges Grillen für das leibliche Wohl zu sorgen.

„Gemeinschaft“– für viele in der heutigen eher hecktischen und schnelllebigen Zeit leider ein Fremdwort. Aber hier in der Siedlung ticken die Uhren etwas langsamer – „Wir haben noch Zeit für einen Klönschnack über den Gartenzaun“ und wenn jemand Hilfe braucht sind die Nachbarn gleich zur Stelle. Natürlich passt sich auch diese doch sehr traditionsverbunden Siedlung der heutigen Zeit an. So gibt es neben verschiedenen Internetseiten wie die der Genossenschaft und der Gemeinschaft auch Facebookgruppen in der sich die „Börner“ austauschen informieren, und sich Hilfe holen oder diese gerne anbieten. Und auch die Freizeit wird gerne gemeinsam verbracht. Gründe zu feiern gibt es schliesslich genug und somit kommen über das Jahr rund 20 Veranstaltungen von „Börnern für Börner - und natürlich Besucher“ zusammen, die gemeinsam vorbereitet und umgesetzt werden. Ohne das hohe Engagement von den vielen fleißigen Helfern wären die Veranstaltungen wie: Flohmarkt der Gärten / Flohmarkt am Timmerloh, Oster- und Weihnachtsbasar, Künstlertreff, Kinderfest, etc. nicht möglich. Die besonderen Hightlights sind jedes Jahr die Theateraufführungen der eigenen Theatergruppe „Börner Speeldeel“, das große Kinderfest mit Spielmannszug und Jazz-Frühshoppen sowie der Siedlerball bei dem die Börner das Tanzparkett stürmen.

Quelle: Fritz Schumacher | Youtube Einbettung

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Ausziehen wollen hier nur wenige Börner und somit leben viele Familien schon in der 4. oder 5. Generation in der Siedlung und können sich ein Leben außerhalb der Siedlung auch gar nicht mehr vorstellen. Das Schönste ist – die Börner können auch im Alter wenn die Häuser und Gärten zuviel Arbeit sind in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Die 2002 eröffnete Seniorenwohnanlage der Siedlung bietet den Börnern mit ihren barrierefreien Wohnungen mit Balkon oder Terrasse mit kleinem Garten die Möglichkeit weiterhin in der grünen Oase zu wohnen und weiterhin mit den Menschen zusammen zu leben die man oft schon sein Leben lang kennt.

Besonders erfreulich ist für alle Börner, das der Vorstand der Genossenschaft vorzeitig und unter sehr großem persönlichem Engagement die Verlängerung der Verträge mit der Stadt umsetzen können. Somit ist der Erhalt der Siedlung in ihrer heutigen Form bis zum Jahr 2050 (und hoffentlich noch viel länger) gesichert! Vielen Dank für den Erhalt der wunderschönen Siedlung und der damit verbundene Lebensqualität!

Webseite überarbeitet am:
28.04.2020
Webseite veröffentlich am:
08.11.2015 um 18:50 Uhr

Erstellt von ElbCutter